Eröffnungskonzert

14,90 21,90 

 

Freitag, 05. Juli 2019

20:00 Uhr

Kompressorenhalle der Kokerei Hansa

Emscherallee 11, Dortmund

Erika Geldsetzer

Violine

Ian Fountain

Klavier

Kantorei an der Melanchthonkirche

Ludwig Kaiser

Leitung

Mitglieder der Bochumer Symphoniker

Auswahl zurücksetzen
Print@Home-Tickets direkt hier online buchen!

Sie möchten Ihre Tickets lieber per Post geliefert bekommen? Dann bestellen Sie hier auf www.eventim.de

Artikelnummer: 2019-01 Kategorien: ,

Beschreibung

Mit Ian Fountain kommt einer der wohl bedeutendsten Pianistenpersönlichkeiten unserer Zeit auf Hansa. Ian Fountain ist dem Internationalen Schubert-Wettbewerb Dortmund auch als Jury-Mitglied schon lange verbunden und wird in diesem Konzert sowohl solistisch wie auch gemeinsam mit Erika Geldsetzer, der Geigerin des international bekannten Fauré-Quartetts, zu hören sein. Mit Schuberts Reliquiensonate und der Fantasie C-Dur für Violine und Klavier stehen zwei große Werke auf dem Programm, die gleichsam zu den unbekannten Hauptwerken eines bekannten Komponisten gehören.

Schuberts Reliquiensonate gehört bis heute zu seinen größten, abgründigsten aber auch rätselhaften Werken. Obwohl er die Sonate bereits drei Jahre vor seinem Tod im Frühjahr 1825 begann, stellte er sie nie fertig. Zum ersten mal verlegt wurde sie gar erst 31 Jahre nach seinem Tod, als „Letzte Sonate für Pianoforte von Franz Schubert“ – seine letzte Sonate war sie aber nicht, ihr folgten noch sechs weitere Klaviersonaten. Die Sonate, die sonst eher selten zu hören ist, gehört durch ihre orchestrale Anlage und einzigartigen Charakter wohl zu den beeindruckendsten Werken des Komponisten.

Wer an eine Fantasie in C-Dur von Franz Schubert denkt, denkt wohl zunächst an seine berühmte „Wanderer-Fantasie“. Dieses monumentale Klavierwerk steht in diesem Konzert nicht auf dem Programm, dafür aber seine Fantasie in C-Dur für Violine und Klavier, die 1827 komponiert sein letztes und zugleich wohl größtes Werk für diese Besetzung ist. In ihrem Aufbau erinnert sie jedoch stark an die „Wanderer-Fantasie“. Mittelpunkt beider Werke ist ein Variationsteil über ein eigenes Lied, hier „Sei mir gegrüßt“ D 741. Inhaltlich könnten beide Werke aber unterschiedlicher kaum sein, wo die Wanderer-Fantasie mit enschlossenem Zugriff beginnt, wirkt der Beginn der Violinfantasie, als müsse die Musik selbst erst entstehen. Über einem leisen Klaviertremolo setzt kaum hörbar die Geige ein. Diese intime Atmosphäre verbunden mit den großen Maschinen der Kompressorenhalle, lassen dieses Konzert zu einem einmaligen Erlebnis werden. Zudem vorgetragen von zwei der größten Künstlerpersönlichkeiten unserer Zeit.

Zu Beginn des Konzerts steht aber mit Franz Schuberts „Deutsche Messe“ in der Fassung für Chor und Orchester eines seiner wohl berühmtesten Werke. Aufgeführt wird sie von der Kantorei der Melanchthonkirche Bochum und Mitgliedern der Bochumer Symphoniker. Schubert schrieb die Deutsche Messe 1826 im Auftrag von Johann Philipp Neumann, der auch die Texte verfasste. Ihren Namen hat die Deutsche Messe daher, dass sie, anders als die meisten geistlichen Werke der Zeit, die deutsche Sprache verwendet. Franz Schuberts persönliche Art zu Komponieren und seine einzigartige musikalische Sprache finden auch in diesem Werk ihren Ausdruck, das die Sorgen und Nöte des irdischen Mensch in den Mittelpunkt stellt. Durch die sehr freie, assoziative und romantisierende Übertragung und Interpretation des liturgischen Textes erfreut sie sich seit ihrer Entstehung bis heute großer Beliebtheit. Viele Sätze der Messe wie „Wohin soll ich mich wenden“, „Ehre, Ehre sei Gott in der Höhe“ und „Heilig, heilig, heilig“ sind noch heute in den Gesangsbüchern der Kirchen zu finden. Wenige Wochen vor seinem Tod vollendete der gerade einmal einunddreißigjährige Schubert die Messe, seine wohl eindrucksvollste kirchenmusikalische Komposition, das vokale Gegenstück zu seiner großen C-Dur-Sinfonie.

Programm:

Franz Schubert (1797-1828): Deutsche Messe D872
-Pause-
Franz Schubert (1797-1828): Klaviersonate „Reliquie“ C-Dur D840
Franz Schubert (1797-1828): Fantasie C-Dur für Violine und Klavier D934

Erika Geldsetzer

Aufgewachsen in einer Musikerfamilie aus Betzdorf, begann sie ihr Studium als Jungstudentin mit 12 Jahren an der Musikhochschule in Köln bei Prof. Gerhard Peters. Es folgte das Hauptstudium an der Musikhochschule Karlsruhe bei Prof. Ulf Hoelscher, Post Graduate an der Royal Academy of Music, London bei Erich Gruenberg, sowie Studien an der Universität für Musik und darstellende Kunst ,Wien bei Prof. Gerhard Schulz.

Seit 2014 ist sie Dozentin für Violine an der Universität der Künste (UdK) , Berlin.

Als Geigerin des Fauré Quartetts (gegründet 1995), eines der erfolgreichsten deutschen Kammermusikensembles, konzertiert Erika Geldsetzer auf den wichtigsten internationalen Podien, wie zum Beispiel in London (Wigmore Hall), Berlin (Philharmonie), Amsterdam (Concertgebouw), Frankfurt (Alte Oper), Buenos Aires (Teatro Colòn ), New York, Tokio und beim Schleswig-Holstein-Musikfestival, Rheingau-Musik-Festival, Schwetzinger Festspiele, Martha Argerich Festival Buenos Aires, Festival de Radio France et Montpellier oder den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern. Von 2012 bis 2016 war das Quartett Künstlerischer Leiter des Festspielfrühling Rügen, in dessen Rahmen sie zusammen mit Künstlern wie Lars Vogt, Marie-Luise Neuenecker, Miriam Contzen, Viviane Hagner, Julian Steckel, Jonathan Gilad aber auch mit den King Singers, der NDR Big Band und dem David Orlowsky Trio Konzerte gestalteten.

CD-Aufnahmen mit dem Fauré Quartett erschienen bei Deutsche Grammophon mit Werken von Mozart, Brahms und Mendelssohn, sowie Popsongs. Für die Einspielungen der Klavierquartette von Brahms, sowie der Popsongs wurden die Künstler 2008 und 2010 mit dem Klassik Echo ausgezeichnet. Bei Sony erschienen Klavierquartette von Richard Strauss und Gustav Mahler sowie eigens für das Fauré Quartett hergestellte Arrangements für Klavierquartett und Gesang von Liedern von Richard Strauss und Mahler mit der weltberühmten Sopranistin Simone Kermes. Auf der neuesten CD ( September 2018, Berlin Classics) sind vom Fauré Quartett selbst bearbeitete Arrangements von Mussorgskis „Bilder einer Ausstellung“ sowie eine Auswahl der „Etude tableaux“ von Sergei Rachmanninov zu hören.

Als Solistin tritt Erika Geldsetzer mit verschiedenen Orchestern weltweit auf, u. a. mit dem Rundfunksinfonieorchester des SWR Kaiserslautern, der Philarmonia Romania, dem Landesjugendorchester Rheinland-Pfalz, der Südwestfälischen Philharmonie, dem Tonart Orchester Heidelberg, dem Bodensee Kammerorchester und der Capella Classica, Betzdorf.

Von 2009 bis 2012 war Erika Geldsetzer Dozentin bei der Rheinland-Pfälzischen Stiftung Villa Musica, sowie Mitglied des Ensembles Villa Musica und Gründungsmitglied des Streichquartett Villa Musica. Ihre Kammermusikpartner sind Nicolas Chumachenco, Benjamin Rivinius, Martin Ostertag, sowie Kalle Randalu, Gustav und Paul Rivinius.

Sie gibt regelmässig Meisterkurse für Violine und Kammermusik im In- und Ausland, u.a. in Karlsruhe, Rostock, Bonn, Sondershausen, Cervo (Italien), London (England), Manchester (England), Montepulciano (Italien) und Melbu (Norwegen).

2011 gründete Erika Geldsetzer zusammen mit dem englischen Pianist und Dirigent Ian Fountain das Fountain Duo, mit dem sie regelmäßig konzertiert. Mit dem weltweit bekannten Cellist David Geringas erweitern sie sich oft zum Klaviertrio.

Ian Fountain

Ian Fountain gewann 1989 im Alter von 19 Jahren den renommierten Arthur Rubinstein Klavierwettbewerb in Tel Aviv und wurde damit zum jüngsten Gewinner des Wettbewerbs aller Zeiten.

Zu Beginn als Chorknabe am New College, Oxford und später am Winchester College ausgebildet, studierte er  Klavier bei Sulamita Aronovsky am Royal Northern College of Music in Manchester. Seitdem hat er eine breit gefächerte und abwechslungsreiche Karriere vorzuweisen. Er war bei Konzerten in ganz Europa, den USA, Großbritannien und im fernen Osten zu Gast und spielte mit Orchestern wie dem London Symphony Orchestra unter Sir Colin Davis, dem Israel Philharmonic Orchestra unter Zubin Mehta, der Czech Philharonic unter Jiri Belohlavek, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, dem Philharmonia Orchestra, dem London Philharmonic Orchestra, dem Wiener Kammerorchester, den Singapur Symphony Orchestra und den Utah Symphony Orchestra. Ian Fountain is regelmäßiger Gast internationaler Musikfestivals wie dem Prager Frühling, dem Schleswig-Holstein-Musikfestival, dem Enescu-Festival Bucharest und in Kuhmo. Zu seinem Repertoire zählen über 60 Klavierkonzerte, darunter alle Klavierkonzerte von W. A. Mozart. In der Saison 1992/93 wurde er nach Moskau eingeladen, um die Saison des Moskauer Konservatoriums zu eröffnen. In Polen feierte er den 150. Todestag von Frédéric Chopin mit der Aufführung seiner beiden Klavierkonzerten in Krakau.

Als Kammermusiker spielt er gemeinsam mit Musikern wie David Geringas, Ulf Hoelscher, dem Mandelring- und Emperor-Quartett, mit denen er in Konzerten und Festivals in ganz Europa, Japan und Korea auftritt. Zu seinen jüngsten Auftritten zählen Konzerte mit der Ungarischen Philharmonie und Zoltan Kocsis in Budapest, der Enescu Philharmonic und Cristian Mandeal in Bukarest, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und Paavo Järvi in ​​Japan, dem London Chamber Orchestra und der Armenian Philharmonic in Yerevan.

Ian Fountain nahm eine Vielzahl hochgelobter CDs auf, unter anderem für EMI mit Klaviersonaten des 20. Jahrhunderts, für CRD mit Beethovens Diabelli-Variationen und für Sony und Haenssler Classics die kompletten Werke für Violoncello und Klavier von Beethoven, Chopin, Mendelssohn und Rachmaninov mit dem Cellisten David Geringas.

Im Jahr 2008 bereitete er die Neuauflage  der Beethoven-Sonaten und -Variationen für Klavier und Cello des Henle-Verlags in München mit vor und im Januar 2019 werden seine Fingersätze für die gesamten Beethoven-Variationen für Klavier in der neuen Henle-Edition veröffentlicht.

Seit 2001 ist Ian Fountain Professor für Klavier an der Royal Academy of Music in London. Seine Schüler haben zahlreiche Wettbewerbe und Preise gewonnen. Jährlich gibt er eine Sommer-Meisterklasse in Cervo, Italien, und weitere Meisterkurse auf der ganzen Welt. Ian Fountain ist Jurymitglied bei vielen internationalen Klavierwettbewerben, wie dem Internationalen Schubert-Wettbewerb Dortmund und unter anderem beim Arthur Rubinstein-Wettbewerb 2011.

Zusätzliche Information

Ermäßigung

Ermäßigung Schüler, Studierende, Auszubildende, keine Ermäßigung

Bewertungen

Es gibt noch keine Bewertungen.

Schreiben Sie die erste Bewertung für „Eröffnungskonzert“

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.