Abschlusskonzert

14,90 21,90 

Sonntag, 07. Juli 2019

17:00 Uhr

Kompressorenhalle der Kokerei Hansa

Emscherallee 11 | 44369 Dortmund

Minguet Quartett

Volodymyr Lavrynenko

Klavier

Christoph Richter

Violoncello

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Beschreibung

Das Minguet Quartett – gegründet 1988 – zählt heute zu den international gefragtesten Streichquartetten und gastiert in allen großen Konzertsälen der Welt, wobei seine so leidenschaftlichen wie intelligenten Interpretationen für begeisternde Hörerfahrungen sorgen – „denn die Klang- und Ausdrucksfreude, mit der das Ensemble die Werke zur Sprache bringt, belebt noch das kleinste Detail“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung).

Das Minguet Quartett wird in diesem Konzert jeweils mit einem weiteren Künstler zusammenspielen. Mit Volodymyr Lavrynenko ist der 1. Preisträger des Internationalen Schubert-Wettbewerbs Dortmund, wie schon beim letzten Schubert-Fest, erneut auf der Kokerei Hansa zu erleben. Der für seine aussergewöhnliche musikalische Tiefe geschätzte Lavrynenko, der nicht zuletzt durch seine einzigartige Interpretation der B-Dur Sonate von Franz Schubert die Wettbewerbsjury im Jahr 2016 überzeugt hat, ist in diesem Konzert in Robert Schumanns Klavierquintett zu hören. Schumann schuf dieses Werk in nur fünf Tagen im September 1842, seine Frau Clara notierte dazu in ihrem Tagebuch: „Die letzte Woche des Septembermonats ist, was unser äußeres Leben betrifft, sehr still hingegangen, umsomehr aber hat mein Robert mit dem Geist gearbeitet! er hat ziemlich ein Quintett vollendet, das mir nach dem, was ich erlauscht, wieder herrlich scheint – ein Werk voll Kraft und Frische!“.

In der zweiten Hälfte steht Franz Schuberts Streichquintett auf dem Programm. Mit Christoph Richter, einem der renommiertesten Cellisten unserer Zeit, ist dafür zweifelsohne die ideale Ergänzung zum Minguet Quartett zu Gast auf Hansa. Schubert komponierte sein einziges Streichquintett 1828 nur wenige Monate vor seinem Tod. In einer selbst für ihn einmaligen Weise sind hier alle Qualitäten seiner reifen Instrumentalmusik gebündelt: sinfonische Form, entrückte Klangschönheit und dramatische Kontraste. Der langsame Satz gehört zweifelsohne zu den wohl bedeutendsten Kompositionen der Musikgeschichte. Die Tragik eines Menschen, dessen Lebensträume nicht in Erfüllung gegangen sind, legt sich wie ein Firnis von Trauer über eines der klangschönsten Werke der Romantik.

Die Musikerinnen und Musiker dieses Konzertes sind sonst in den größten Konzertsälen der Welt zu erleben. In diesem Konzert in der intimen wie spektakulären Kulisse vor den großen Maschinen der Kompressorenhalle auf der Kokerei Hansa mit zwei der wohl schönsten Werke der Kammermusik – ein einmaliges Erlebnis.

PROGRAMM

Robert Schumann (1810-1856): Klavierquintett Es-Dur, op. 44
-Pause-
Franz Schubert (1797-1828): Streichquintett C-Dur D956

Minguet Quartett

Namenspatron des Quartetts ist Pablo Minguet, ein spanischer Philosoph des 18. Jahrhunderts, der sich in seinen Schriften darum bemühte, dem breiten Volk Zugang zu den Schönen Künsten zu verschaffen: Das Minguet Quartett fühlt sich dieser Idee auf seinen Konzertreisen mehr denn je verpflichtet.

In der Saison 2018/19 wird das Minguet Quartett u.a. beim Beethovenfest Bonn, Mozartfest Würzburg, bei den Badenweiler Musiktagen, bei Pour l’Art&Le Lutrin Lausanne, der Kammermusikwoche Schloss Elmau, der Fundacion Beethoven Santiago de Chile, im SouthBank Center London, Lincoln Center New York und zwei Mal im Konzerthaus Wien gastieren. 2017/18 war das Ensemble erfolgreich bei den Schwetzinger Festspielen, Festspielen Europäische Wochen Passau, den Festivals Musica Strasbourg, EuroArt Prag, Melos-Ethos Bratislava und Mosel Musikfestival sowie in renommierten Konzerthäusern wie der Library of Congress Washington DC, BOZAR MUSIC Brüssel, dem Brucknerhaus Linz, Beethovenhaus Bonn und der Elbphilharmonie Hamburg zu Gast, gefolgt von Konzertreisen nach Österreich, Großbritannien und in die USA. 2018 war das Minguet Quartett Dozenten-Ensemble in residence an der Hochschule für Musik und Tanz Köln. Vorangegangene Spielzeiten führten das Ensemble in die Kölner und Berliner Philharmonie, die Staatsoper Berlin, das Konzerthaus Berlin, die Alte Oper Frankfurt, das Muziekgebouw Amsterdam, The University of Hong Kong, zum Mozartfest Würzburg, Festival d’Automne Paris, Tongyeong International Music Festival Korea sowie zu weiteren Festivals und in große Konzertsäle innerhalb Europas, in Japan, Mittel- und Südamerika, Kanada und den USA.

Das Minguet Quartett konzentriert sich auf die klassisch-romantische Literatur sowie die Musik der Moderne gleichermaßen und engagiert sich durch zahlreiche Uraufführungen für Kompositionen des 21. Jahrhunderts. Begegnungen mit bedeutenden Komponisten unserer Zeit inspirieren die vier Musiker zu immer neuen Programmideen. Die erstmalige Gesamtaufnahme der Streichquartette von Wolfgang Rihm, Peter Ruzicka und Jörg Widmann zählen zu den bedeutendsten Projekten. Ein Höhepunkt der letzten Jahre war die Aufführung von Karlheinz Stockhausens Helikopter-Streichquartett im Rahmen eines Konzeptes des Dirigenten Kent Nagano.

Partner des Minguet Quartetts sind u.a. die Sopranistinnen Juliane Banse und Claron McFadden, der Bariton Thomas E. Bauer, die Klarinettisten Jörg Widmann und Thorsten Johanns, die Pianisten Andrea Lucchesini und Matthias Kirschnereit, der Bratschist Gérard Caussé und der Cellist Jens Peter Maintz. Als Solistenquartett musizierte das Ensemble mit den Rundfunksinfonieorchestern DSO, des SR, hr und WDR sowie dem Brucknerorchester Linz unter den Dirigenten Jukka-Pekka Saraste, Markus Stenz und Peter Ruzicka.

Mit der aktuellen CD-Gesamteinspielung der Streichquartettliteratur von Felix Mendelssohn Bartholdy, Josef Suk und Heinrich von Herzogenberg (Label cpo) präsentiert das Minguet Quartett seine große Klangkultur und eröffnet dem Publikum die Entdeckung eindrucksvoller Musik der Romantik. In den kommenden Jahren wird das Ensemble die vollständige Kammermusik von Emil Nikolaus von Reznicek, Heinrich Kaminski und Walter Braunfels sowie das einzigartige Streichquartett von Glenn Gould auf CD vorlegen.

2010 wurde das Minguet Quartett mit dem ECHO Klassik sowie 2015 mit dem renommierten französischen Diapason d’Or des Jahres ausgezeichnet.

Volodymyr Layvrynenko

Volodymyr Lavrynenko ist 1. Preisträger des XIII. Klavierwettbewerbs 2016. Das Spiel des jungen ukrainischen Pianisten Volodymyr Lavrynenko kennzeichnet eine aussergewöhnliche musikalische Reife, mit welcher er die Musik vielschichtig und ausdrucksstark auszuloten vermag. Schon früh wurde das ausserordentliche musikalische Talent Lavrynenkos gefördert. Als Fünfjähriger begann er Klavier zu spielen und besuchte dann die M. Lysenko Spezialmusikschule für besonders Begabte. Sein Musikstudium am Tschaikowsky Konservatorium in Kiew schloss er mit Auszeichnung ab. Danach kam Lavrynenko in die Schweiz und studierte ab 2006 an der Hochschule der Künste Bern in der Klasse von Tomasz Herbut. Sein Konzertdiplom erwarb er 2009 mit Auszeichnung und ging dann an die Musikhochschule Luzern, um bei Konstantin Lifschitz 2012 das Solistendiplom (Master of Arts Solo Performance) ebenfalls mit Auszeichnung abzuschließen. Prof. Lifschitz kürte den jungen Pianisten zu seinem Assistenten, doch Lavrynenko zog es 2014 weiter nach Hamburg, wo er an der Hochschule für Musik und Theater bei Prof. Evgeni Koroliov und Prof. Anna Vinnitskaya ein weiteres Konzertexamen absolvierte.

Volodymyr Lavrynenko wurde Preisträger an mehreren nationalen und internationalen Wettbewerben. So gewann er 2005 im „5. Int. A. Karamanow Klavierwettbewerb“ in Simferopol/Ukraine den 1. Preis; 2007 im „Val Tidone Wettbewerb, Silvio Bengali Klavierpreis“ in Val Tidone/Italien den 3. Preis und den Publikumspreis; 2010 den Preis der Kiefer-Hablitzel-Stiftung; 2015 den 1. Preis und Publikumspreis des Premio Trio di Trieste und 2015 den Konzertpreis, Kulturpreis und Clara Haskil Publikumspreis am 2. Deutschen Klavierwettbewerb Polnischer Musik in Hamburg. Seine jüngsten Errungenschaften sind der 1. Preis am Internationalen Schubert Wettbewerb in Dortmund 2016 und der Kulturpreis der Berenbergstiftung 2017, der ihm im Rahmen der Feier die Tore der Elbphilharmonie geöffnet hat. Der junge Ukrainer absolvierte Meisterkurse bei Andrey Gavrilov, Dmitri Bashkirov, Alfred Brendel, Alexei Lubimov und Leon Fleisher. Als Solist und Kammermusiker hat er mehrere Konzerte in verschiedenen Städten der Ukraine gegeben. Tourneen führten ihn außerdem nach Tschechien, Rumänien, Polen, Russland, Frankreich und Italien. Auch in der Schweiz ist Lavrynenko vielfach aufgetreten, etwa mit einem Klavierrezital im Rahmen der Konzerte der Chopingesellschaft Bern, am Menuhin-Festival in Gstaad, am Murten Classics Festival und als Solist am Eröffnungskonzert des Musikfestivals Bern 2009.

Christoph Richter

Christoph Richter gehört heute zu den gefragtesten Cellisten und Kammermusikern in Europa. Er spielt regelmäßig mit Künstlern wie András Schiff, Heinz Holliger, Isabelle Faust, Hariolf Schlichtig, Denes Varjon, Alasdair Beatson, Erich Höbarth, Henning Kraggerud, Lars Anders Tomter. Nach seinem Studium bei André Navarra und Pierre Fournier gewann er Preise bei internationalen Wettbewerben (Rostropowitsch und Genf) und spielt seither als Solist mit führenden Orchestern. Er ist immer wieder bei bedeutenden Festivals wie den Salzburger Festspielen zu Gast, wo er u.a  „Introduktion, Thema und Variationen“ für Cello und Orchester von Henze uraufführte. Sein großes Interesse an zeitgenössischer Musik brachte ihn dazu, mit Komponisten wie Penderecki, Kurtág, Henze, Lachenmann, Holliger, Reimann und Widmann zusammenzuarbeiten. Im Beethoven-Festival in London spielte er 2009 sämtliche Werke für Violoncello und Klavier, im Brahms-Festival 2012 das Doppelkonzert und im Bach-Festival sämtliche Solosuiten und die Gambensonate.

Unter seinen zahlreichen Aufnahmen finden sich Werke von Schumann und Holliger für ECM, Cellokonzerte von Klengel für cpo, das Divertimento für Streichtrio KV 563 von Mozart für Naxos (mit Henning Kraggerud und Lars Anders Tomter), das Streichsextett op.36 von Brahms für Harmonia Mundi (u.a. mit Isabelle Faust und Xenia Jankovic), welches mit dem Diapason D’Or ausgezeichnet wurde.

Die Begegnung mit dem großen Geiger Sandor Végh führte zu einer lebenslangen Leidenschaft für Kammermusik, besonders dem Streichquartett. Er wurde Mitglied des Cherubini Quartetts, mit dem er in vielen bedeutenden Sälen weltweit konzertierte. Es entstand eine enge Beziehung zu András Schiff, mit dem er Sonaten, Klaviertrios, -quartette und –quintette spielte und in dessen Kammerorchester Cappella Andrea Barca er seit Gründung im Jahr 1999 Solocellist ist. Dieses Ensemble tritt jährlich in der Mozartwoche Salzburg und im Teatro Olimpico in Vicenza auf und gibt weltweit Gastkonzerte (New York, Wien, Zürich, Brüssel, Genf, Luxemburg und in vielen anderen Städten).

Christoph Richter ist Professor für Violoncello an der Folkwang Universität der Künste. Außer der Ausbildung begabter Cellisten widmet er sich auch dem Unterricht von Kammermusikensembles, u.a. an der ECMA (seit Gründung 2004), in Aldeburgh und London (London String Quartet Foundation und ChamberStudio in Kings Place). Als Juror ist er bei internationalen Wettbewerben vertreten, z.B. Haydn Wettbewerb in Wien, London String Quartet Competition (2009 und 2012) und Trondheim Competition in Norwegen.

 

 

Zusätzliche Information

Ermäßigung

ermäßigter Eintrittspreis für Schüler, Studenten und Auszubildende, keine Ermäßigung

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